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Die Moderatoren Nina Eichinger und Tenor Rolando Villazón

Nina Eichinger und Tenor Rolando Villazón moderieren den Echo-Klassik 2014. Foto: ZDF / Jule Roehr

Gala der Weltstars

Der Echo-Klassik 2014

Blitzlicht, roter Teppich und ein Stelldichein internationaler Stars: Der Echo Klassik 2014 bietet Glanz und Glamour, wie man sie sonst nur von Preisverleihungen der Filmwelt oder der GOLDENEN KAMERA kennt. Die Übertragung der Echo-Gala im ZDF am 26. Oktober um 22.00 Uhr (s. auch TV-Tipps rechts) aus München zeigt: Die Klassikszene lebt!

Moderatoren sind Nina Eichinger und Tenor Rolando Villazón

Moderiert wird das bedeutende Musikereignis zum dritten Mal von Nina Eichinger und Tenor Rolando Villazón, der selbst Echo-Preisträger ist. Das Zweite überträgt die Gala seit 1996. Auch dadurch konnte Klassik die elitäre Nische verlassen. Selbst wenn Puristen die Popularisierung zuweilen kritisieren: Die Stars öffnen sich zunehmend neuen Wegen, sowohl in der Art ihrer Präsentation als auch in der Auflösung von Genregrenzen.

Preisträger David Garrett und Jonas Kaufmann

Das beste Beispiel ist Stargeiger David Garrett, der für seine Paganini-CD geehrt wird und sich nicht scheut, auch Rock- und Popmusik zu spielen, womit er die Schranken zwischen ernster und unterhaltender Musik niederreißt. Er hat damit nicht nur riesigen Erfolg, sondern lockt auch Menschen zur klassischen Musik, die sonst keinerlei Berührungspunkte damit haben. Die Unterteilung in E-Musik und U-Musik ist ohnehin eine fragwürdige Kopfgeburt. Startenor Jonas Kaufmann, der für seine Verdi-CD mit einem Echo belohnt wird, weist darauf hin, dass "auch Verdis Opern zu ihrer Zeit populär waren und viele seiner Arien zu Gassenhauern wurden, die jeder mitsingen konnte". Hier geht's zum vollständigen Interview mit Jonas Kaufmann. Mit seiner neuen CD "Du bist die Welt für mich" stieg Kaufmann gerade in die deutschen Popcharts ein - noch vor Lady Gaga.

Der Echo zeigt aber auch die Vielfalt der Musik: Denn es werden nicht nur Weltstars ausgezeichnet, sondern auch Künstler und Ensembles, die nicht so oft im Licht der Öffentlichkeit stehen, etwa das Fabergé-Quintett, das sich der Kammermusik widmet, oder das Ensemble NeoBarock mit seinen exzellenten Bach-Interpretationen.

Preisträgerin Anne-Sophie Mutter

Umso wichtiger wird die TV-Show. "Es ist ein großartiger Moment, wenn im Fernsehen klassischer Musik Raum offeriert wird", sagt Anne-Sophie Mutter, die einen Echo für ihre Dvořák-CD erhält. "Die Verleihung des Echo ist eine der seltenen Gelegenheiten, die großartige Kunstform einem breiten Publikum nahezubringen."

Doch so zugkräftig Stars wie die Violinistin auch sind: Nicht die großen Namen machen den Reiz der Musik aus, sondern die emotionale Wirkung. "Das Schöne an Musik ist, dass sie Menschen verbindet. Jung und Alt, Reich und Arm - ganz egal welcher Herkunft oder Sprache", sagt Nina Eichinger. Und weil klassische Musik beim Echo unterhaltsam und nicht todernst und verkniffen vorgetragen wird, kann jeder Spaß daran haben.

Die Doppel-CD zum Echo

Die Auswahl "Best Of Klassik 2014" bietet zwei CDs mit 41 Aufnahmen der diesjährigen Preisträger des Echo Klassik. Entsprechend den verschiedenen Wertungskategorien sind alle Richtungen vertreten: von der Kammermusik bis zur Oper, von der Sinfonik bis zum Solokonzert, präsentiert von Stars wie Cecilia Bartoli, Anna Netrebko, Anne-Sophie Mutter, David Garrett, Jonas Kaufmann, Emmanuel Pahud und Dirigenten wie Altmeister Nikolaus Harnoncourt oder Newcomer Yannick Nézet-Séguin. Ein Hörgenuss allererster Güte!

Autor: Thomas Kunze