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Die teuersten Serien aller Zeiten (Foto: NBC/HBO/Starz)

Drei der teuersten Serien aller Zeiten! / Foto: Cover über amazon.de © NBC, HBO, Starz

"Game of Thrones" nur auf Platz 6

Das sind die 11 teuersten TV-Serien aller Zeiten

Bei Hollywood-Blockbustern kennen wir horrende Produktionskosten: 216 Millionen US-Dollar für "Avatar" oder 341 Millionen US-Dollar für "Fluch der Karibik – Am Ende der Welt" – bei erhofften Milliardengewinnen kein Problem. Doch auch bei TV-Serien werden pro Folge Unsummen in Kostüme, Sets und berühmte Schauspieler investiert. Wie viel genau? Hoerzu.de präsentiert die teuersten US-Serien aller Zeiten!

11. "Fringe" (FOX): 4 Millionen US-Dollar pro Folge

Fox legte für die Pilotfolge von "Fringe" zehn Millionen US-Dollar auf den Tisch. Ein Zeichen dafür, dass der Sender hohe Erwartungen an die von J. J. Abrams, Alex Kurtzman und Robert Orci entwickelte Mystery-/Science-Fiction-Serie hatte. Die hohen Kosten waren vor allem mit den vielen Drehorten – inklusive New York, einem der teuersten Pflaster überhaupt – verbunden. Nach der ersten Staffel wurde die Produktion nach Vancouver verlagert. Der Preis pro Episode verringerte sich zwar, trotzdem kam die TV-Show auf vier Millionen US-Dollar pro Ausstrahlung. Die Geschichte um eine Spezialeinheit des FBI, die sich mit übernatürlichen Phänomenen und einem parallelen Universum auseinandersetzt, wurde trotz anfänglicher Quotenerfolge selbst zum Stolperstein: Die Handlungsstränge wurden immer schwerer nachvollziehbar, sogar hartgesottene Fans hatten Schwierigkeiten, dem Geschehen zu folgen. "Fringe" lief fünf Staffeln von 2008 bis 2013, nach der 100. Episode war Schluss.

10. "Lost" (ABC): 4 Millionen US-Dollar pro Folge

Und noch eine Serie von "Star Trek"-Regisseur J.J. Abrams: "Lost" entwickelte sich von 2004 bis 2010 zu DEM Serien-Event überhaupt. Im Gegensatz zu anderen TV-Shows konnten bei der Mystery-/Dramaserie um eine Gruppe gestrandeter Inselbewohner die Fans durch ABC-Plattformen direkten Einfluss auf die Geschichten nehmen. Die Produktionskosten von knapp vier Millionen US-Dollar pro Folge aufgrund umfangreicher Besetzung – anfänglich mit 70 Schauspielern und einem Hund – und dem Drehort Oahu auf Hawaii zahlten sich für den Sender also aus.

9. "Deadwood" (HBO): 4,5 Millionen US-Dollar pro Folge

HBOs "Deadwood", eine Westernserie, die auf wahren Gegebenheiten beruht und von 2004 bis 2006 im Fernsehen lief, hatte das Zeug dazu, zehn Staffeln komplett zu machen. Doch trotz begeisterter Kritiken und historischen Schocker-Fakten, die für jede Menge Diskussionsstoff sorgten, sägte der Sender die Show mit Timothy Olyphant, Ian McShane und Molly Parker während der Vorbereitung zur vierten Staffel ab. Zugegeben: Produktionskosten von viereinhalb Millionen US-Dollar pro Folge sind kein Schnäppchen. Was man dafür alles bekommt, ist aber schon beachtlich: realitätstreue Kulissen, westerntaugliche Transportmittel, Pferde – inklusive Trainer – und zahlreiche Emmys. Doch am Ende waren es nicht die Kosten, die zum Fall von "Deadwood" führten. Macher David Milch verließ die Show wegen der Surfserie "John from Cininnati". Die wurde jedoch ein Flop. Und "Deadwood"? Eigentlich sollten die Geschichten um Seth Bullock, Al Swearengen und Calamity Jane in zwei Filmen zu Ende erzählt werden. Leider wurde das Set bereits abgerissen, ein erneuter Aufbau erschien den Produzenten zu kostspielig. Schade.

8. "Boardwalk Empire" (HBO): 5 Millionen US-Dollar pro Folge

Für die Adaption von Nelson Johnsons Buch "Boardwalk Empire: The Birth, High Times, and Corruption of Atlantic City", die in der Zeit der Prohibition in den USA spielt, scheute HBO keine Kosten: 18 Millionen US-Dollar allein kostete die Pilotfolge von "Boardwalk Empire" – jede Folge der fünf Staffeln im Schnitt satte fünf Millionen US-Dollar. Das Set der Serie mit Golden Globe-Gewinner Steve Buscemi, der den Politiker und Schwarzhändler Enoch "Nucky" Thompson verkörpert, ließ sich der Sender zwei Millionen US-Dollar kosten. Doch es hat sich gelohnt: Golden Globes, Grammys, Satellite Awards, Screen Actors Guild Awards und Emmys, unter anderen für die Regie von Martin Scorsese.

7. "Frasier" (NBC): 5,2 Millionen US-Dollar pro Folge

Von 1993 bis 2004 lief eine der erfolgreichsten Sitcoms aller Zeiten: NBCs "Frasier". Dass die Show Produktionskosten von 5,2 Millionen US-Dollar pro Folge aufwies, war kein Wunder. Kelsey Grammer, der bereits während seiner "Cheers"-Zeiten eine große Fanbase aufgebaut hatte, erhielt in der finalen elften Staffel satte 1,6 Millionen pro Episode. Und auch seine Co-Stars verdienten nicht schlecht: David Hyde Pierce erhielt 750.000 US-Dollar, John Mahone 700.000 US-Dollar und Jane Leeves um die 367.000 US-Dollar.

6. "Game of Thrones" (HBO): 6 Millionen US-Dollar pro Folge

HBO investiert vielleicht nicht so viel in seine Protagonisten, aber stets in spektakuläre Kulissen, Kostüme, Special Effects und Details. Sechs Millionen US-Dollar lässt sich der Sender die unglaublich erfolgreiche Fantasy-Serie "Game of Thrones" pro Folge kosten. Drehorte der fiktiven Kontinente Westeros und Essos sind neben den Vereinigten Staaten Island, Kroatien, Malta, Marokko, Nordirland, Schottland und Spanien. Die Tagline "All Men Must Die" bezieht sich zum Leidwesen der Fans auch bald schon auf das Ende der Serie: Am 30. Juli 2016 bestätigte HBO das Aus der Show nach der achten Staffel.

5. "Camelot " (Starz): 7 Millionen US-Dollar pro Folge

Hohe Produktionskosten aufgrund umfangreicher Besetzung, teuren Kostümen und Kulissen hatte auch Starz’ "Camelot": Sieben Millionen US-Dollar wurden pro Folge aufgebracht, um die moderne Interpretation um die Sage um König Artus – realisiert von den Produzenten von "Borgias" und "Tudors" – 2011 umzusetzen. Zu Buche schlugen auch namhafte Schauspieler wie Joseph Fiennes, Jamie Campbell Bower und Eva Green, die bereits im Vorfeld der Serie für Begeisterung sorgten. Der große Erfolg blieb jedoch aus. Wohl auch, weil HBOs "Game of Thrones" kurz danach ins Rennen um die neue Serienkrone ging. Nach nur einer Staffel wurde "Camelot" abgesetzt.

4. "Marco Polo" (Netflix): 9 Millionen US-Dollar pro Folge

Der Sender Starz hatte eigentlich auch das Projekt "Marco Polo" im Auge – Unstimmigkeiten über den Drehort, einschließlich dem Originalschauplatz China, waren dafür verantwortlich, dass schließlich Netflix die Serie ins Boot holte. Gedreht wurde die Geschichte um den jungen Marco Polo schließlich in den neuen Pinewood Studios in Johor Bahru, Malaysia, in Italien und Kasachstan. Und auch hier wurde nicht nur in die Schauplätze, sondern auch viel in Kostüme, umfangreiche Besetzung und geschichtstreue Details investiert. Obwohl das Ende der Saga ja mehr oder weniger bekannt ist und somit der Spannungsbogen nicht allzu weit ausgereizt werden kann, bestellte Netflix eine zweite Staffel, die ab dem 1. Juli 2016 in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt wurde. Mit neun Millionen US-Dollar Kosten pro Folge ist die Serie um den Hof des Kublai Khans die bislang teuerste Produktion von Netflix.

3. "Rome": 9 Millionen US-Dollar pro Folge

Schon gemerkt? HBO ist bemerkenswert oft in dieser Liste zu finden. Und wieder handelt es sich um ein historisches Drama, in das ein Sender jede Menge Kohle steckt. Knapp über neun Millionen US-Dollar kostete eine Folge der Serie "Rome", die von 2005 bis 2007 im Fernsehen lief. Bekannte Regisseure aus Serien wie "Die Sopranos", "Six Feet Under" und "Desperate Housewives" sorgten für ein TV-Event, auf das Fans des Genres lange gewartet hatten. Und obwohl die Sandaletten-Serie gute Kritiken bekam und Kostüme sowie Sets hoch gelobt wurden, führten einmal mehr die hohen Produktionskosten (hier in Italien) zu einem frühen Ende: HBO setzte die Serie nach nur zwei Staffeln ab.

2. "Friends" (NBC): 10 Millionen US-Dollar pro Folge

"Friends" war einer der größten Serienhits für NBC – und im US-TV überhaupt. Die Sitcom um Rachel, Monica, Phoebe, Joey, Chandler und Ross lief von 1994 bis 2004. Zehn Jahre Fun, Fun, Fun. Und: hohe Kosten. Je populärer die Show wurde, umso höher wurden die Gehälter für ihre Stars. Bereits während der dritten Staffel sorgten Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc, Matthew Perry und David Schwimmer mit vereinten Kräften dafür, dass sie einen guten Teil vom Erfolgskuchens abbekommen. In der finalen zehnten Staffel konnte jeder von ihnen je eine Millionen Dollar pro Episode einheimsen – insgesamt legte NBC zehn Millionen US-Dollar pro Folge auf den Tisch. Die hohen Kosten wurden mitunter auch durch berühmte Gaststars verursacht: A-Listers wie Brad Pitt, Julia Roberts, Bruce Willis und George Clooney waren alle zu Gast bei "Freunden"…

1. "ER" (NBC): 13 Millionen US-Dollar pro Folge

Apropos George Clooney: Er war einer der Gründe, warum Michael Crichtons Krankenhausserie "Emergency Room" die teuerste Serie aller Zeiten ist. Die TV-Show, die 1994 anlief, wurde schnell zum Quotenhit – wohl auch wegen Schönling Dr. Doug Ross, gespielt von Clooney. Aber nicht nur. Die realitätstreue Darstellung des Notaufnahmenalltags in amerikanischen Großstädten, die packenden persönlichen Abgründe hinter den Hauptfiguren und ein charismatischer Cast – darunter Anthony Edwards, Eriq La Salle, Julianna Margulies und Noah Wyle – sorgten dafür, dass NBC 1996/1997 Rekordquoten einfuhr. Um die zu halten, legte der Sender für die Produktion einer Folge in diesen Jahren 13 Millionen US-Dollar (!) auf den Tisch. Anfänglich waren es 1,9 Millionen US-Dollar. Nichtsdestotrotz verließ Clooney 1999 das General Hospital in Chicago, die Kosten von rund 440 Millionen US-Dollar für zwei Jahre wurde auch nicht durch höhere Quoten belohnt. Doch die Show konnte sich wieder fangen – mit weniger Zuschauern, aber auch mit einem deutlich geringerem Budget. Nach 15 Staffeln und 331 Folgen war aber dann auch Schluss.

(Das Ranking der teuersten US-Serien entspricht dem Stand von Juli 2016 laut den Angaben des Statistik-Portals statista.com)

Autor: Claudia Donald