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Peter Falk ermittelte 35 Jahre lang als "Columbo".

Seine Markenzeichen waren der Knittermantel und sein unübertroffener Spürsinn: Als "Columbo" schrieb Peter Falk Fernsehgeschichte. - Foto © RTL

Markenzeichen Knittermantel

"Columbo" gestorben

"Columbo" wurde ein Stück Fernsehgeschichte

"Für ihre Gagenforderungen kann ich auch einen Schauspieler mit zwei Augen im Kopf bekommen", höhnte Columbia-Boss Harry Cohn, als sich 1958 bei ihm ein junger Mann namens Peter Falk vorstellte. Zehn Jahre später hatte der Ex-Finanzbeamte als einäugiger Kommissar Columbo unter lauter Blinden durchschlagenden Erfolg - er sollte 35 Jahre anhalten, einen Golden Globe, Emmys und Bambis einbringen. Nun starb der Schauspieler Peter Falk im Alter von 83 Jahren in Beverly Hills.

Peter Falk bemerkte erst einige Jahre als TV-Inspektor, dass er noch ein letzte Frage habe, da klagte seine Frau Shera Danese auch schon: "Mein Mann hört nicht auf, Columbo zu sein." Die Identifikation mit der Rolle ging so weit, dass er, mochte man Shera glauben, "sogar zu Hause im schäbigen Trenchcoat" herumlief und "wie in seinen Filmen einen total abwesenden Eindruck" machte. In den letzten Jahren zog sich der gebürtige New Yorker immer mehr in seine eigene Welt zurück: Seiner Adoptivtochter Catherine zufolge litt er seit Jahren an Demenz.

Peter Falk wurde zweimal für den Oscar nominiert

Zwei Oscarnominierungen erhielt der Sohn osteuropäischer Migranten, der seit seinem dritten Lebensjahr ein künstliches Auge trug: 1960 beeindruckte er in "Unterwelt", ein Jahr später schlug ihn die Academy für seine Darbietung in "Die unteren Zehntausend" als besten Nebendarsteller vor. Doch erst als "Columbo" wurde der Hobbymaler weltberühmt. Für das Geld, das er für die Rolle des kauzigen Detektivs erhielt, kaufe er sich und seiner Familie eine Traumvilla im noblen Beverly Hills. Ihm selbst hätte wohl auch das Zweizimmerappartement gereicht, in dem er vor seinem Durchbruch residierte.

"Peters größte Stärke ist sein Sinn für Echtes und Wahres. Und seine Hartnäckigkeit", sagte einst sein bester Freund, der Regisseur und Schauspieler John Cassavetes. "Er bemüht sich, immer besser zu werden, zu lernen, zu wachsen." Die Serie, die Peter Falk zum Fernsehphänomen machte, sollte davon profitieren: Nach einer Reihe schlechter Drehbücher ("Die habe ich von vornherein kategorisch abgelehnt") übernahm Falk selbst, nach 25 Jahren "Columbo", die Produktion der Serie. Seinen 69. Fall, der bezeichnenderweise den Titel "Die letzte Party" trug, löste der Ermittler mit dem knittrigen Mantel 2003. Obwohl Falk danach noch vereinzelt in Kinoproduktionen auftauchte, warteten Fans vergeblich auf den 70. Fall. Es war wohl seine Erkrankung, die dem Inspektor danach keine weiteren Fragen mehr erlaubte.

Autor: teleschau / Greta Riedel