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Chris Howland (links) und Fernsehkoch Horst Lichter.

Chris Howland (links) und Fernsehkoch Horst Lichter bei der Aufzeichnung der
Promi-Kochshow "Lafer! Lichter! Lecker!" am 07.08.2009. - Foto © picture alliance

''Mr. Pumpernickel''

Chris Howland gestorben

Der Radiopionier und beliebte Fernsehmoderator Chris Howland ist tot. Das bestätigte am Montag ein Sprecher des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln. Der gebürtige Londoner wurde 85 Jahre alt. Bis zuletzt moderierte er bei WDR 4. Er lebte mit seiner Frau Monika in Rösrath in der Nähe Kölns.

Chris Howland galt als einer der berühmtesten Moderatoren in der Radioszene. Wegen seines britischen Akzents und seiner knarrenden Stimme war er bei den Radiohörern sehr beliebt. Chris Howland begann seine Karriere 1952 beim NWDR, wo er als Diskjockey eingestellt wurde. Am 1. September 1952 moderierte er die Sendung "Rhythmus der Welt", in der er als "Schallplattenjockey" zwanglos über Trends und Neuheiten der internationalen Musikszene berichtete.

Fernsehmoderator Chris Howland

Dieter Borsche (links) als stockenglischer Lord und Chris Howland als dessen Diener. Szene aus der Karl-May-Verfilmung "Der Schut", der 1964 unter der Regie von Robert Siodmak gedreht wurde. - Foto © picture-alliance / dpa

Wenig später moderierte er die Radiosendung "Spielereien mit Schallplatten". In einer dieser vielen Sendungen gab er sich selbst den Spitznamen "Heinrich Pumpernickel", später auch "Mr. Pumpernickel". Anfang 1954 zog er mit dem BFN von Hamburg nach Köln, dem neuen Hauptsitz des BFN. Im selben Jahr begann er beim NWDR Köln, der sich ab Januar 1956 nach der Regionalteilung nur noch WDR nannte. Auch als Schauspieler trat er in Winnetou- und Edgar-Wallace-Verfilmungen auf.

Im Jahr 2002 wurde Chris Howland mit dem Scharlih ausgezeichnet, dem ältesten Preis, der mit dem Namen Karl May verbunden ist. Damit wurden seine Auftritte in den Karl-May-Filmen geehrt. Im Juli 2009 erschienen mit "Yes, Sir! – Aus dem Leben eines englischen Gastarbeiters" (siehe Bestelltipp rechts) seine Lebenserinnerungen.

WDR-Intendant Tom Buhrow sagte zum Tod des gebürtigen Londoners: "Der Begriff ,Legende' wird oft und viel zu häufig benutzt, doch Chris Howland war wirklich eine. Unzählige Deutsche haben durch ihn in den 1950er Jahren die neuen Hits aus der internationalen Musikszene kennengelernt, er hat sie zum Lachen und zum Tanzen gebracht." Mit seiner Sendung "Spielereien mit Schallplatten", die bis zuletzt im Programm von WDR 4 war, habe er WDR-Geschichte geschrieben. "Es ist schwer vorstellbar, dass wir fortan auf seinen markanten Akzent, seinen britischen Humor und seine exquisite Musikauswahl verzichten müssen," sagte Buhrow.

Autor: Presseinformationen