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Thomas Heinze in Blochin

Dominik Stötzner (Thomas Heinze) sorgt sich um Schwester Inka und Nichte Grille.
Foto: ZDF/Stephan Rabold

Der coole Cop in "Blochin"

Wo hat sich Thomas Heinze nur so lange versteckt?

In den Neunzigern lächelte er sich durch deutsche Komödien. Auch in den Jahren danach waren die harten Stoffe nicht unbedingt sein Ding. Jetzt zeigt Thomas Heinze ganz überraschend eine neue Seite: In "Blochin" (ab 25 9., 20.15 Uhr, ZDF) spielt er einen Cop mit Abgründen. Ein Imagewechsel, der ihm ausgezeichnet steht.

"Allein unter Frauen" von Sönke Wortmann war 1991 einer der ersten populären Filme, in denen man auf Thomas Heinze aufmerksam wurde. Der schlaksige Berliner, Sohn eines US-Amerikaners und einer deutschstämmigen Niederländerin, beherrschte den naiven Gesichtsausdruck perfekt und redete stets eine Millisekunde langsamer als die anderen. Damals fand man es urkomisch. Thomas Heinze drehte auch noch "Das Superweib" und ein Remake von "Charleys Tante".

Dann wurde es ruhiger um ihn. 2002 trennte er sich von der Schauspielerin Nina Kronjäger, mit der er Zwillinge bekommen hatte. Heute lebt er mit der Moderatorin Jackie Brown zusammen. Man sah ihn zwar weiterhin im Fernsehen, aber gefühlt seltener in Hauptrollen. Mal im Tatort, mal als Leiter des Morddezernats in der Krimireihe "Marie Brand", in einer Katie Fforde Verfilmung und als Kai Dieckmann im TV-Film "Der Minister“.


Sehen Sie hier den Trailer zum hochspannenden ZDF-Mehrteiler "Blochin" mit Thomas Heinze und Jürgen Vogel



Zwei ungleiche Cops: Blochin und Stötzner

Und jetzt: die Hauptrolle in "Blochin - Die Lebenden und die Toten". Damit könnte für Thomas Heinze ein ganz neues Kapitel beginnen. Regisseur und Autor Matthias Glasner hat ihm und Jürgen Vogel zwei Rollen auf den Leib geschrieben, die besser nicht passen könnten. Heinze spielt Dominik Stötzner, der mit seinem Kollegen Blochin in der Berliner Mordkommission 7 einen neuen Fall aufklären muss. Schon bald müssen die beiden gegensätzlichen Partner erkennen, dass sie dafür moralische Grenzen überschreiten müssen und längst nicht mehr klar ist, was noch gut und böse ist.

Als doppelbödig möchte Heinze den Cop Stötzner jedoch nicht bezeichnen: "Für mich ist er nur weitaus konsequenter und kompromissloser, als man vielleicht auf den ersten Blick vermutet", sagt er. "Ich hatte dank Matthias Glasner eine großartig entwickelte Figur, in die ich mich am Set voll und ganz fallen lassen konnte." Stötzner ist mit Blochin auch privat verwickelt: Seine Schwester Inka (Maja Schöne) ist Blochins Frau und an MS erkrankt. Um sie und seine Nichte Grille zu schützen, geht Stötzner bis zum Äußersten. Selbst fühlt er sich zur Staatsekretärin des Innensenators (Jördis Triebel) hingezogen, mit der er eine heimliche Affäre hat. Als klar wird, dass sich die Ermittlungen bis in höhere Kreise der Berliner Politik hineinziehen, ist auch diese Beziehung nicht mehr unbelastet.

Seit Jahren befreundet: Thomas Heinze und Jürgen Vogel

Thomas Heinze spielt diesen vielschichtigen Charakter mit Leichtigkeit und kühler Härte zugleich – und schafft so ein perfektes Gegengewicht zum bulligen, körperlich agierenden Jürgen Vogel. Und selbst die Liebesszenen mit der Staatssekretärin wirken stimmig. Warum hat es nicht viel früher derart passende Rollen für Thomas Heinze gegeben? Das dürfte er sich auch gefragt haben. Mit 51 Jahren kann er jetzt noch einmal ganz neu ansetzen.

Und noch ein TV-Tipp: Vor der Ausstrahlung von "Blochin" sind Thomas Heinze und Jürgen Vogel, die auch privat seit vielen Jahren befreundet sind, im "Quizduell" zu sehen (Fr., 25.9., 18 Uhr, Das Erste).

Autor: AnHei