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Rosamunde Pilcher

Foto © Getty Images, Adam Berry

Über 100 Bücher verfilmt

Bestsellerautorin Rosamunde Pilcher gestorben

Den Namen Rosamunde Pilcher kennen nicht nur Leseratten, sondern auch die Zuschauer des öffentlich-rechtlichen Fernsehens bestens. Denn ihre Bücher waren Vorlage für weit über 100 Liebesfilme. Am 6. Februar ist sie im Alter von 94 Jahren nach einem Schlaganfall gestorben.

"Die Muschelsucher" war das Buch, mit dem die britische Schriftstellerin über die Grenzen ihres Landes hinaus berühmt wurde. Das Buch – übrigens ihr 14. Roman – wurde 1987 veröffentlicht, doch mit dem Schreiben hatte die als Rosamunde E. M. L. Scott 1924 in Cornwall Geborene schon als Kind begonnen.

Nach Stationen beim Außenministerium, in dem sie nach Ausbruch des zweiten Weltkriegs eine Stellung suchte und fand, und dem "Woman's Royal Navy Service", in dessen Dienst sie 1944 in Ceylon das Kriegsende erlebte, widmete sie sich ganz dem Schreiben. 1946 heiratete sie Kriegsveteran Graham Hope Pilcher, die beiden zogen nach Schottland. Das Paar bekam vier Kinder – zwei Töchter und zwei Söhne. Einer davon, Robin Pilcher, ist ebenfalls Autor.

Der Weg zum Erfolg

1949 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, damals noch unter dem Pseudonym Jane Fraser. Der erste größere Erfolg kam, als ein Redakteur eines amerikanischen Verlags ihre Werke in die USA exportierte. 1987 dann der Durchbruch mit "Die Muschelsucher". Bis heute hat Pilcher weltweit über 60 Millionen Buchexemplare verkauft. Schon Mitte der 90er zählte man sie zu den reichsten Frauen Großbritanniens.


Rosamunde Pilcher 1994 mit Regisseur Gero Erhardt. / Foto © Getty Images, Franziska Krug

Publikumsliebling im ZDF

Kurz zuvor traf das ZDF die kluge Entscheidung, die romantischen Romane zu verfilmen. Bis heute entstanden weit über 100 romantische TV-Movies, die auch in zahlreichen Wiederholungen Millionen Zuschauer unterhielten und unterhalten. Gedreht wurden sie in Cornwall und Devon, was die wunderschönen englischen Landschaften hierzulande populär machte und sogar für einen Aufschwung im Tourismus sorgte. 2002 gab es für Pilcher und ZDF-Programmdirektor Claus Beling aus diesem Grund den British Tourism Award.

Im Jahr 2000 ging sie in die selbstgewählte Schriftstellerinnen-Rente. 2002 wurde ihr der "Order of the British Empire" verliehen, ein hoher britischer Verdienstorden.

Autor: Redaktion Hörzu