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Morgen hoer ich auf

Vom Leben gezeichnet: Julia und Jochen Lehmann (Susanne Wolff, Bastian Pastewka).
Foto: © ZDF/Mathias Bothor

Miniserie "Morgen hör ich auf"

Bastian Pastewka ist Fälscher wider Willen

Bastian Pastewka wird in der neuen Miniserie "Morgen hör ich auf" aus Not zum Kriminellen.

Der Mann ist komplett pleite: Weil er schon seit Monaten keine Aufträge mehr hat, kann der brave Druckereibesitzer Jochen Lehmann (Bastian Pastewka) seine Rechnungen nicht bezahlen und muss zusehen, wie sein Konto immer tiefer ins Minus rutscht. Als ihm sein alter Freund bei der Bank auch noch einen dringend benötigten Kredit verwehrt, sieht der Familienvater nur einen Ausweg: Er schmeißt die Maschinen an und druckt sich sein Geld selbst.

Welche Folgen das hat, erzählt die brillante Miniserie "Morgen hör ich auf" (ab Sa., 2.1., ZDF, 21.45 Uhr). Die Lage wird für Lehmann schnell brisant: Der Kriminelle Damir Decker (Georg Friedrich) entdeckt den Schwindel und verlangt Blüten im Wert von einer Million Euro - andernfalls werde er den Drucker bei der Polizei verpfeifen.

Kriminell aus Notwehr

Obwohl man es aufgrund des Hauptdarstellers Bastian Pastewka vermuten könnte, ist "Morgen hör ich auf" keine Comedy, sondern ein wilder, dennoch stimmiger Mix aus Thriller, Komödie und Familiendrama. Noch nie hat man Pastewka so ernsthaft und eindringlich gesehen wie hier: Den getriebenen Geldfälscher spielt er mit beeindruckender Intensität. "Dieser Mann empfindet das, was er tut, nicht als kriminelle Handlung", sagt er. "Er hält es für eine Art Notwehr und will nur so lange Geld fälschen, bis er seine Krise überwunden hat."

An Pastewkas Seite glänzt Susanne Wolff, die 2013 für das Drama "Mobbing" mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt wurde, als Ehefrau Julia Lehmann, die eine Affäre mit einem alten Schulfreund hat. "Die Arbeit mit ihr war wunderbar", sagt Pastewka. "Ohne sie hätte ich mich emotional nicht so weit öffnen können - weder in den komischen noch in den traurigen Szenen."

Bei der größten Herausforderung konnte sie ihm allerdings nicht helfen: Das Drehbuch schrieb vor, dass Lehmann agil ist und Tennis spielt. Bastian Pastewka speckte deshalb ab und schleppte sich ein Dreivierteljahr lang zum Training. "Das war wirklich hart", sagt er. "Ich bin komplett unsportlich, habe 42 Jahre meines Lebens jegliche sportliche Betätigung gemieden - und plötzlich stehe ich in diesen seltsamen weißen Klamotten auf dem Platz und lerne Tennis wie ein Zehnjähriger. Aber ich wollte unbedingt, dass es in der Serie glaubwürdig aussieht." Das hat geklappt: Spiel, Satz und Sieg für Bastian Pastewka!

Autor: Sven Sakowitz