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Bester Darsteller Liao Fan und Beste Darstellerin Haru Kuroki ("Chiisai Ouchi").

Bester Darsteller Liao Fan (Mitte) und Beste Darstellerin Haru Kuroki ("Chiisai Ouchi") bei der Verleihung der Silbernen und Goldenen Bären im Rahmen der 64. Internationalen Filmfestspiele in Berlin. - Foto © picture alliance / Eventpress Herrmann

64. Berlinale

''Bai Ri Yan Huo'' gewinnt Goldenen Bären

Zum 64. Mal wurden in Berlin die Bären vergeben. Das asiatische Kino ist der große Gewinner der diesjährigen Berlinale. Den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele holte am Samstagabend der brutale chinesische Krimi "Bai Ri Yan Huo" ("Black Coal, Thin Ice") von Yinan Diao.

Im Gewinnerfilm "Bai Ri Yan Huo" zeichnet der Regisseur ein düsteres Bild vom Alltag im gegenwärtigen China: Gefühle zählen in der verästelten Detektivgeschichte nicht. "China ist in einer Zeit großer Wandlungen. Manche Verbrechen wirken auf mich wie Spiegel unserer Gegenwart", so der Filmemacher. Zugleich betonte er in Berlin: "Eine besondere politische Bedeutung hat der Film nicht." Bei der Preisverleihung war er sichtlich bewegt.

64. Berlinale Goldenen Bären

Der chinesische Schauspieler Liao Fan (links) und Yinan Diao, der Produzent des Films "Bai Ri Yan Huo", der den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele holte. - Foto © picture alliance / Eventpress Herrmann

Insgesamt wurden 20 Filme im Wettbewerb gezeigt, darunter die vier deutschen Produktionen "Die geliebten Schwestern", "Kreuzweg" (Silbernen Bären), "Jack" und "Zwischen Welten". Der Favoritenfilm "Boyhood" über das Heranwachsenen eines Jungen aus Texas wurde mit dem Silbernen Bären für Beste Regie ausgezeichnet.

Als beste Schauspielerin wurde die Japanerin Haru Kuroki gewürdigt, die im Drama "Chiisai Ouchi" (Das kleine Haus) ein Dienstmädchen spielt. Die einzige Auszeichnung für einen deutschen Film ging mit dem Silbernen Bären für das beste Drehbuch an Dietrich und Anna Brüggemanns "Kreuzweg".

64. Berlinale Goldenen Bären

Drehbuchautorin Anna Brüggemann und Regisseur Dietrich Brüggemann freuen sich über den Silbernen Bären für "Kreuzweg". - Foto © picture alliance / dpa

Mit dem Preis für die beste Kamera ging eine weitere Trophäe nach China: Jian Zeng bekam den Preis für seine Bilder zu dem Drama "Tui Na" (Blinde Massage) über die blinden und sehbehinderten Angestellten in einem Salon für medizinische Massagen. Den meisten Spaß gab es im Berlinale- Wettbewerb mit Wes Andersons Komödie "Grand Budapest Hotel", die mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde.


Alle Gewinner der 64. Berlinale im Überblick

Goldener Bär für den Besten Film
"Bai Ri Yan Huo" ("Black Coal, Thin Ice")

Silberner Bär als Großer Preis der Jury
Wes Anderson für die Regie von "The Grand Budapest Hotel"

Silberner Bär für die Beste Regie
Richard Linklater für "Boyhood"

Silberner Bär für die Beste Darstellerin
Haru Kuroki in "Chiisai Ouchi" ("Little House")

Silberner Bär für den Besten Darsteller
Liao in für "Bai Ri Yan Huo" ("Black Coal, Thin Ice")

Silberner Bär für das Beste Drehbuch
Anna und Dietrich Brüggemann für "Kreuzweg"

Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis für eine Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet
Alain Resnais für die Regie in "Aimer, boire et chanter"

Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung
Zeng Jian für die Kamera in "Tui Na" ("Blind Massage")

Autor: Presseinformation / Sabine Fassbender