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"Tatort"-Kommissar Mehmet Kurtulus

Mehmet Kurtulus verlässt den Hamburger "Tatort" nach insgesamt sechs Episoden. - Foto © NDR/Georges Pauly

Schwache Quote

Aus für Kurtulus beim "Tatort"

Mehmet Kurtulus verlässt den Hamburger "Tatort". Laut NDR steigt der 38-Jährige auf eigenen Wunsch aus. In Zukunft wolle er sich verstärkt um seine internationalen Filmprojekte kümmern. Bei den ARD-Zuschauern hatte es der Schauspieler in seiner Rolle als Undercover-Cop Cenk Batu schwer. Den jüngsten Hamburg-Krimi, in dem er gegen die Organmafia kämpfte, wollten nur 6,83 Millionen Zuschauer sehen – eine der schwächsten "Tatort"-Quoten der vergangenen zwei Jahre.

Auch die vorherigen drei "Tatorte" mit Kurtulus ("Auf der Sonnenseite", "Häuserkampf", "Vergissmeinnicht") waren trotz hymnischen Kritikerlobs keine Quotenknüller. Kurtulus, so der NDR, habe die Redaktion bereits im vergangenen Herbst über seinen geplanten Ausstieg informiert. Vor diesem Hintergrund habe Christian Granderath, der neue Leiter der Abteilung Film, Familie und Serie, mit mehreren Produktionsfirmen neue Konzeptefür einen Hamburger "Tatort" entwickeln lassen. "Zu gegebenem Zeitpunkt wird der NDR über den Nachfolger von Cenk Batu informieren."

Der Hamburg-"Tatort" ist der modernste der ARD-Reihe und gerade hier könnte dessen Unbeliebtheit beim Publikum begründet liegen. Zwischen durchgestylten Bildern, schnellen Schnitten und experimentierfreudigen Erzählstrukturen, die die NDR-Fälle oft von den üblichen "Wo waren Sie eigentlich zwischen 21 und 23 Uhr?"-Krimis unterscheiden, bleibt wie im jüngsten Fall kaum Platz, um hinter die Undercover-Fassade des Ermittlers zu blicken.

Die Idee, Batu in jedem Fall in eine neue Rolle schlüpfen zulassen, ist grundsätzlich zwar eine gute, sie trägt jedoch dazu bei, dass sich der Zuschauer kaum an den Charakter binden kann. Während Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) die bodenständigen Kumpeltypen von der Kölner Pommesbude sind, und Axel Prahl als Kommissar Thiel den liebenswerten Proleten gibt, muss sich der Zuschauer bei Kurtulus' Batu fortwährend an eine neue Identität gewöhnen.

Autor: Presseinformationen