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Alexandra Neldel

Alexandra Neldel bekommt mit "Einfach Rosa" eine eigene TV-Reihe im Ersten.
Sie spielt darin die chaotische Hochzeitsplanerin Rosa. Foto: © ARD Degeto/Hardy Spitz

Making-of von "Einfach Rosa"

Alexandra Neldel hat Gespür für Erfolg

Fast alles, was sie anpackt, gelingt. Wie macht sie das? Alexandra Neldel verriet HÖRZU, wie sie Rollen auswählt. Auch die neue "Einfach Rosa".

Making-of von "Einfach Rosa"

"Einfach Rosa" - Die Story

Sie traut sich einfach nicht. Schon dreimal hat Rosa bei ihrer eigenen Hochzeit Reißaus genommen - immer vor demselben Bräutigam. Dieses pikante Detail versucht sie ihren Kunden allerdings zu verheimlichen, als sie von ihrer Tante ausgerechnet ein Geschäft für Brautmoden erbt. Voller Tatendrang und ohne dickes Geldpolster gründet sie eine Hochzeitsagentur.

Aber nicht nur ihr Exverlobter, auch ihre Assistentin Meral weiß: Rosa ist nicht immer einfach - auch wenn der Titel der Reihe "Einfach Rosa" lautet (ab 30.10., Das Erste, 20.15 Uhr). Sie mischt sich gern ein und gefährdet so manche Hochzeitsfeier.

Die Rolle der Rosa ist auf Alexandra Neldel zugeschnitten worden - ein besonderes Privileg. "Die Autoren wussten, dass ich Rosa spielen werde", sagt die 39-Jährige. "Als ich zusagte, gab es nur die Grundidee und den ungefähren Plot, erst dann entstanden die Bücher."

Vier Filme der neuen Reihe im Ersten sind schon abgedreht, bevor der Auftakt überhaupt ausgestrahlt wurde - der Sender hat viel Vertrauen in die Zugkraft seines Stars. Das er aufgrund von Neldels Karriere auch haben darf. Diverse TV-Renner schmücken ihre Vita: "GZSZ", "Berlin, Berlin", "Verliebt in Berlin", "Die Wanderhure". Neldel ist die Idealbesetzung, wenn das deutsche Fernsehen zum Schmachten einlädt.

Eine starke Sympathieträgerin

Als sie ihren Charme einmal nicht einsetzen durfte, blieb der Erfolg prompt aus: Die Serie "Unschuldig", in der sie als Anwältin für Justizopfer kämpfte, kam beim Publikum nicht an - eine der wenigen Ausnahmen unter ihren Projekten.

Schon früh bewies sie ihr Talent für Comedy, etwa 1999 in der Ruhrpottkomödie "Bang Boom Bang". Der Kultfilm mit Diether Krebs war ihr erstes Engagement nach "GZSZ", wo sie von 1996 bis 1999 ohne Vorerfahrung vor der Kamera gestanden hatte. Anfangs hatte sie nebenbei noch als Zahnarzthelferin gejobbt - ihr Chef von damals ist bis heute ihr Arzt. "Er findet es immer wieder lustig, wenn ich auf einem Titelbild der Zeitschriften zu sehen bin, die in seinem Wartezimmer liegen", sagt die gebürtige Westberlinerin.

Mit "Verliebt in Berlin" bescherte sie Sat.1 2005 Traumquoten. Die schüchterne Lisa Plenske zog die Sympathien ähnlich stark auf sich wie die heldenhafte Wanderhure, als die sie 2010 und 2012 zu sehen war. "Bei der Wanderhure hatte ich wirklich Angst, ob ich das überhaupt spielen kann. Aber ich habe mir nie Gedanken gemacht, ob die Rolle für mich schädlich ist." Beide Projekte liefen auch im Ausland, besonders gut in Frankreich. Deshalb wird sie inzwischen auch am Flughafen Paris erkannt.

Nun also die Hochzeitsplanerin Rosa - für Neldel vertrautes Terrain: "Ich habe zwei Hochzeiten für 'Verliebt in Berlin' gedreht, als Vero in 'Berlin, Berlin' geheiratet und in 'Samba in Mettmann' Hape Kerkeling geehelicht. Und jetzt bin ich zu Beginn von 'Einfach Rosa' in drei verschiedenen Kleidern zu sehen. Ich habe gefühlt schon jedes Modell getragen", sagt sie und lacht. Es dürfte also schnell gehen bei der Auswahl, sollte irgendwann einmal die eigene Hochzeit anstehen.

Autor: Dirk Oetjen