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Mittwoch / 21:00 / 3sat
Unter Waffen - Amerikas tödliche Leidenschaft
Politreportage F 2019 45 Min.
Beschreibung

Seit dem Amoklauf an einer Schule in Parkland, Florida, mit 17 Toten wehrt sich eine junge Protestbewegung gegen den grassierenden Waffenwahn in den USA. Ihr Gegner: die Waffenlobby. Die National Rifle Association (NRA) ist eine Lobby-Organisation, die sich für ein uneingeschränktes Waffenrecht einsetzt - ein politisches Schwergewicht, das mit Spenden an Parteien und Abgeordnete die Gesetzgebung maßgeblich beeinflusst. Die NRA beruft sich auf den zweiten Verfassungszusatz von 1787, der jedem amerikanischen Bürger die Wehrhaftigkeit garantiert. Allerdings kannte man zur Zeit der Gründerväter nur Musketen. Heute kursieren in den Vereinigten Staaten rund 300 Millionen Pistolen und Gewehre, viele mit Schnellfeuereinrichtungen. Beliebteste Waffe ist das AR-15, ein halbautomatisches Sturmgewehr, das in den meisten Bundesstaaten schon jeder 18-Jährige kaufen kann - ohne polizeiliches Führungszeugnis oder Eignungstest. Selbst Kinder im Vorschulalter werden bereits an dieser Waffe ausgebildet, wie die Dokumentation zeigt. Auch bei den Schul-Massakern der letzten Jahre benutzten die Täter häufig diese Waffe. Die Waffenfrage spaltet die amerikanische Gesellschaft: Während die Überlebenden des Parkland-Amoklaufes und andere Aktivisten eine strengere Waffengesetzgebung und -kontrolle fordern, berufen sich Waffenlobby und ihre Anhänger auf die Formel "To stop a bad guy with a gun, you need a good guy with a gun." (Um einen Bösen mit einer Waffe zu stoppen, braucht es einen Guten mit einer Waffe.) In der Vergangenheit sind alle Versuche einer Verschärfung des Waffenrechts gescheitert. Wird es nun der Generation der Amoklauf-Betroffenen gelingen, Amerikas Waffenwahn zu stoppen?