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Heute / 19:40 / Arte
Re:
Das Essen der Zukunft?
Reportagereihe D 2017 35 Min.
Beschreibung

Das Essen der Zukunft? - Die beiden Unternehmer Max Krämer und Baris Özel haben sich einiges vorgenommen. Mit ihrem Start-up wollen sie in ganz Europa Appetit auf Krabbeltiere machen. Dafür haben sie einen Insekten-Burger entwickelt, der vor allem aus Buffalowürmern besteht. Doch in Deutschland dürfen sie ihren Insektenburger bisher nicht verkaufen.Das Problem: In der Europäischen Union ist die Zulassung von Lebensmittel aus Insekten bisher eine rechtliche Grauzone. Jedes Land entscheidet nach eigenem Gusto. Erlaubt ist der Verkauf beispielsweise in den Niederlanden und Belgien. Dieser EU-Wahnsinn führt dazu, dass die beiden Unternehmer ihren Insektenburger nur in den Nachbarländern anbieten dürfen.2018 soll nun alles einfacher werden. Dann gilt für alle EU-Länder die sogenannte Novel Food-Verordnung. Insekten gelten damit als "neuartige Lebensmittel". Für die Zulassung zuständig ist nun die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und nicht mehr einzelne EU-Staaten. Jetzt könnte es nur noch eine Frage von wenigen Monaten sein, bis der Insektenburger auf deutschen Speisekarten landet.In den Niederlanden wurden bereits vor 10 Jahren mehrere Insektenarten überprüft und für sicher befunden. Seitdem entwickelt sich hier ein ganzer Wirtschaftszweig, der die Aufzucht und die Verarbeitung von Insekten immer weiter professionalisiert.Die Vereinten Nationen sind sich sicher, dass Insekten helfen könnten, den weltweiten Hunger und den Bedarf an tierischen Proteinen zu stillen. Dazu kommt, dass die Insektenzucht deutlich umweltfreundlicher ist als die Schweine- oder Rindermast. Laut einer UN-Studie brauchen Insekten nur zwei Kilogramm Futter, um ein Kilo essbares Gewicht zu produzieren. Schweine brauchen dafür die vierfache Menge, Rinder sogar zwölfmal so viel Futtermittel. Gleichzeitig produzieren Insekten deutlich weniger Treibhausgase als Kühe oder Schweine.