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Mittwoch / 23:30 / WDR
Die US-Präsidenten und der Krieg
Dokumentation D 2016 90 Min.
Beschreibung

Kaum im Amt, fordert der neue US-Präsident Donald Trump mehr Soldaten, mehr U-Boote und Jets - und eine Anhebung der Ausgabengrenzen für das Militär-Budget. Zugleich plant er die Vernichtung der Terrormiliz IS und bietet Mexiko militärische Hilfe im Kampf gegen Drogenba-rone an. Als Reaktion auf einen Giftgasvorfall im Syrischen Bürgerkrieg lässt er einen Luft-anschlag gegen einen Militärflughafen ausführen, er droht Nordkorea wenige Monate später mit einem Erstschlag und erhöht deutlich die Anzahl von US-amerikanischen Drohnenangriffen im Vergleich zu seinem Vorgänger. Einer dieser Angriffe richtet sich gegen den Kommandeur der iranischen Quds-Einheiten, Qasem Soleimani. Er und Begleiter werden am Flughafen in Bag-dad durch Raketen getötet. Doch Trumpf geht noch weiter: Er kündigt Rüstungskontroll- und Atomabkommen und tritt in einen Handelskrieg mit China ein. Sein Motto: "America first." Doch wie weit würde er dafür gehen? Im Vergleich zu anderen Nationen blicken die "Vereinigten Staaten von Amerika" auf eine rela-tiv kurze Geschichte zurück, haben es aber im Laufe weniger Jahrhunderte geschafft, zur größten Weltmacht zu werden. Der Weg dorthin war blutig, kriegerische Auseinandersetzun-gen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Landes. Dabei ist der beispiello-se Aufstieg der Nation so eng mit dem Amt ihres Präsidenten verbunden wie in kaum einem anderen Land. Der US-Präsident ist nicht nur Staatsoberhaupt und Regierungschef, sondern auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte. "Wenn man die Anzahl der Kriege zusammenzieht, die asymmetrischen und verdeckten Kriege eingeschlossen, dann gab es praktisch in jedem Jahr der amerikanischen Geschichte Krieg", sagt William R. Polk, Historiker und Diplomat unter Präsident John F. Kennedy. Die Leitlinien der US-Außenpolitik folgen dabei meist den Wirtschaftsinteressen der führenden Industrien im Lande. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam es so zu offenen Militär-einsätzen in China, Korea, Guatemala, Indonesien, Kuba, Kongo, Peru, Laos, Vietnam, Kam-bodscha, Grenada, Libyen, El Salvador, Nicaragua, Panama, Irak, Bosnien, Sudan, Jugosla-wien, Afghanistan und Syrien. Hinzu kommen verdeckte Operationen der CIA, wie 1953 der Sturz des demokratisch gewählten iranischen Präsidenten Mossadegh, sowie Interventionen durch einen der 16 Geheimdienste weltweit, immer mit Wissen oder auf Anordnung des jewei-ligen Präsidenten. Doch wer waren diese Männer, die die ehemalige englische Kolonie zur Weltmacht führten? Dieser Frage geht der Film nach, spannt den Bogen von George Washington, der nach dem Unabhängigkeitskrieg als erster das Amt des Präsidenten innehatte, bis ins Heute. Der Film zeigt die Geschichte der Präsidenten und besucht dazu die Originalschauplätze amerikani-scher präsidialer Machtausübung entlang der Ostküste, aber auch im Süden und Westen der USA. Die Reise geht von Washington über New York und Boston nach Virginia, South Dakota und Kalifornien, dem Bundesstaat, in dem die Rüstungsindustrie und Silicon Valley einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Wahl haben. Bilder des Präsidentenmonuments am Mount Rushmore stehen in Kontrast zum Crazy-Horse-Denkmal, einer im Bau befindlichen monu-mentalen Skulptur zu Ehren des Lakota-Häuptlings Crazy Horse. Unbekannte und selten gesehene Archivaufnahmen zu den einzelnen Epochen amerikani-scher Geschichte zeigen, dass die US-Geschichte nie ohne Widersprüche verläuft.