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Heute / 23:30 / SR Fernsehen
Der Soldatenmord von Lebach
Dokumentation D 2020 45 Min.
Beschreibung

Im Juni 1970 - vor 50 Jahren - begann in der Saarbrücker Kongresshalle der aufsehenerregende Strafprozess um den Soldatenmord von Lebach. Vor dem Landgericht standen drei Angeklagte. Ihnen wurde vorgeworfen, in der Nacht vom 19. auf 20. Januar 1969 das Munitionsdepot der Bundeswehr in Lebach überfallen zu haben. Dabei wurden drei der fünf Wachsoldaten getötet. Ein Soldat erlag kurze Zeit später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Ein Soldat überlebte schwerverletzt. Ein Gewaltverbrechen, das in der Öffentlichkeit ungewöhnliches Aufsehen erregte. Über die Tat wurde national und international in der Presse berichtet. Die Ermittlungsbehörden gingen zunächst von einem politischen Hintergrund des Überfalls aus: Es waren bewegte Zeiten, bedingt durch die Studentenunruhen und die öffentlichen Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg. Dann meldete sich angeblich die Mafia mit einem Erpresserschreiben. Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" brachte im April 1969 die entscheidende Wende. 25 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen damals den Fall des Soldatenmords von Lebach und wurden auf Details dieses Falles hingewiesen. Die sehr prominente Wahrsagerin "Madame Buchela" meldete sich und gab den Fahnderinnen und Fahndern den entscheidenden Hinweis. Die Täter konnten daraufhin identifiziert und festgenommen werden. Am 7. August 1970 wurden zwei Angeklagte wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der dritte Angeklagte zu mehreren Jahren Gefängnis. Die SWR Dokumentation rekonstruiert den Überfall als ein Ereignis, das bis heute tiefe Spuren in der Geschichte des Saarlandes hinterlassen hat. Betroffene, Freunde und Angehörige der Opfer sprechen darüber, wie dieses brutale Verbrechen ihr Leben veränderte.

Personen
Filmstab
  • Drehbuch
  •  
  • Mirko Tomic
  • Markus Rupp