HÖRZU Logo
https://skyticket.sky.de/
Donnerstag / 17:35 / 3sat
Das Reptil in uns
Dokureihe USA 2014 55 Min. Staffel 1, Folge 2
Beschreibung

In der Dokumentation "Das Reptil in uns" zeigt der amerikanische Paläontologe Neil Shubin, wie Evolution funktioniert und dass der Mensch mit den Eierlegern verwandt ist. Shubin entdeckte ein 200 Millionen Jahre altes Fossil, das eine einmalige Mischung von Merkmalen aufweist: Es markiert einen entscheidenden Moment in der Evolutionsgeschichte - den Übergang vom Reptil zum Säugetier. Beim Dottersack denkt man nicht an den Menschen. Aber trotzdem hat der menschliche Embryo einen solchen. Der Dottersack wird immer kleiner, je größer der Embryo wird. Dieses winzige Stück Gewebe steht für einen historischen Moment, der hunderte Millionen Jahre zurück liegt: Als die ersten Wirbeltiere an Land gingen, mussten sie in einer völlig anderen, sehr gefährlichen Welt zurechtkommen. Wie konnten sie die Eier vor dem Austrocknen schützen? Amphibien lösten das Problem, indem sie die Eier im Wasser ablegten. Reptilien entwickelten eine komplett neue Eiform: Sie hüllten ihre Embryos in eine mit Flüssigkeit gefüllte Fruchtblase - den Dottersack. Und schützten diesen mit einer festen Schale. So konnten sie ihre Eier an Land legen und ihren Eroberungszug starten. Es entwickelten sich Vögel, Schlangen, Krokodile und Schildkröten. Und schließlich Säugetiere. Wissenschaftler haben das Genom eines Menschen mit dem eines Huhns oder eines Reptils verglichen und gefragt, was sie gemeinsam haben und was sie unterscheidet. Sie suchten nach einem Gen, das Dotter im Ei bildet. Tatsächlich fanden sie solche "Dotter-Gene", doch sie funktionieren nicht mehr. Unsere Urahnen hörten nämlich irgendwann auf, ihre Nachkommen mit Dotter zu ernähren. Die Dotter-Gene zerfielen. Am Ende wurde kein Dotter mehr produziert. Doch noch immer liegen diese Gen-Schnipsel in unserem Genom vergraben, Fossilien gleich.

Personen
Filmstab
  • Regie
  •  
  • David Dugan
  • Alex Tate