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Montag / 16:05 / MDR
Auf schmaler Spur
Zuglegende SVT soll zurückkehren
Dokumentation D 2019 30 Min.
Beschreibung

Zuglegende SVT soll zurückkehren - Kommt der "ICE des Ostens" wieder auf die Schiene? Zwei Männer aus Leipzig glauben fest daran, dass die Zuglegende "SVT" bald wieder fahren wird. Ihr Projekt heißt: "SVT-Görlitz - Ein Zug für Mitteldeutschland". 10 "SVT" hatte der "Waggonbau Görlitz" in den 1960er-Jahren gebaut. Die Schnellzüge hießen Vindobona, Karlex, Neptun. Klangvolle Namen, visionäre Formen und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h machten die Züge damals zum Stolz der Reichsbahn und vieler Menschen in der DDR. Die großen Emotionen hatten wohl auch mit dem Wort "Freiheit" zu tun. Denn der SVT fuhr von Berlin und Leipzig nicht nur nach Prag oder Karlsbad, sondern weiter: Nach Wien und - per Fähre über die Ostsee - nach Kopenhagen. Seit 2003 ist der Zug endgültig ausgemustert und stillgelegt. Aber er lässt noch immer viele Herzen höher schlagen, unter anderem auch bei Modellbahnern in Chemnitz. Sie lassen gleich mehrere SVT-Züge in ihrer Landschaft fahren, zum Teil sogar aneinandergekoppelt. Und auch für Ingo Kamossa und Mario Lieb ist die Zeit gekommen, ihren Traum zu verwirklichen: Ein kompletter Zug soll wieder fahren. In der ersten Phase, die in diesem Jahr beginnt, geht es um die äußere Aufarbeitung des Zuges. Dazu sollen die Zugteile in einer aufwendigen Aktion vom fränkischen Lichtenfels nach Dresden geschleppt werden. Das Team der Schmalen Spur begleitet die Aktion und erzählt die Geschichte - und Geschichten rund um den damaligen Luxuszug. Zeitzeugen erinnern sich an den Bau in Görlitz, die Atmosphäre im Speisewagen, die Verladung des Zuges auf die Fähre nach Kopenhagen. So schick und fahrbereit wie damals in Warnemünde muss der Zug aber erst einmal wieder werden. Ein wagemutiges Unterfangen, das nur funktionieren wird, wenn sich viele Mitstreiter am Ende in Mitteldeutschland beteiligen.