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Mittwoch / 17:25 / Geo Television
Die letzten Imker
Dokumentation USA 2009 70 Min.
Beschreibung

Es war im Jahr 2006, als zahlreiche kommerzielle Bienenzüchter erstmals von einem seltsamen Phänomen berichteten: Die Züchter hatten ein Bienensterben im großen Stil beobachtet, viele von ihnen verloren 60 bis 90 Prozent ihrer Bienenpopulationen. Da sich das Phänomen innerhalb kürzester Zeit weltweit auszubreiten begann, entwickelte sich schon bald der Begriff 'Colony Collapse Disorder'. Die Gründe für die mysteriöse Krankheit, welche den Bienen das Leben kostete, blieben jedoch unbekannt und von einem Lösungsansatz war man weit entfernt. Die Dokumentation zeigt auf, dass der Niedergang der Biene weit mehr Konsequenzen nach sich zieht als lediglich Umsatzeinbußen der Honigindustrie. Simmons porträtiert in seinem Film drei kommerzielle Züchter aus unterschiedlichen Regionen der USA bei ihrem Kampf, ihre Bienenstöcke gesund zu halten und der Ursache für die Krankheit auf die Spur zu kommen. Gleichzeitig wird auch gezeigt, welche unermesslichen Folgen das Bienensterben für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung hat und es wird veranschaulicht, dass es sich bei den Bienen um so etwas wie unbesungene Helden der Nahrungskette handelt, deren Verschwinden drastische Folgen für uns alle nach sich zieht. Besonders anschaulich verdeutlicht Simmons die Auswirkungen auf den wirtschaftlichen und ökologischen Wandel bei der großen jährlichen Mandel-Bestäubung in Kalifornien, ein so gigantisches Ereignis, dass hierzu der Großteil des gesamten amerikanischen Bienenbestandes benötigt wird. 'Wenn alle Bienen sterben, was bleibt uns dann noch?', fragt einer der Züchter. Eine Frage, die jeden angeht, wie diese aufrüttelnde Dokumentation eindrucksvoll zeigt.

Personen
Filmstab
  • Regie
  • Jeremy Simmons